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Compréhension De Texte


Marabou

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Posté(e)

Bonjour, pouvez-vous me dire si mes réponses sont correctes pour cette compréhension de texte: :rolleyes:

Die Geschichte spielt in Ostberlin vor der Wende (1989), als die Stadt noch durch eine Mauer getrennt war. Damals war es noch sehr

schwierig und gefährlich, in den Westen zu gehen. Judith, die Erzählerin, möchte die DDR verlassen und im Westen bleiben.

Der Regen ließ allmählich nach.

Ich saß im Wohnzimmer auf dem Boden, vor der geöffneten Terrassentür, im kühlen Luftzug der Nacht. Im Haus brannte kein Licht, alles war dunkel und still. Ich genoss es, allein zu sein. Vater fuhr Ruth nach Thüringen zurück. Heute würde er nicht mehr heimkehren. Ich konnte ungestört nachdenken. Über die Schulzeit, die ich vor einigen Wochen abgeschlossen hatte. Und was es bedeutete, dass ich nun endlich volljährig(1) war. Jetzt musste etwas völlig Neues beginnen, hoffte ich.

Es roch nach Herbst, nach verfaultem Laub und Obst.

Heute Morgen hatte ich Vater und Ruth mitgeteilt, einen Arbeitsvertrag unterschrieben zu haben. Ich war jetzt Hilfskraft in

einem Verlag(2), in der kommenden Woche fing ich dort im Büro an.

Vater schien erleichtert. Er hatte befürchtet, ich würde „mein Hobby", wie er es nannte, zum Beruf machen. Dass ich zeichnete, hielt er für bloßen Zeitvertreib.

Immer, wenn wir über dieses schwierige Thema sprachen, erklärte ich, dass er sich keine Sorge zu machen brauche, denn ich würde ihm niemals auf der Tasche liegen.

„Darum geht es ja gar nicht", antwortete er dann. "Aber du wirst von deiner Kunst nie leben können, das ist brotlos. Ich

möchte ja nur, dass du etwas Vernünftiges lernst."

Vater war erleichtert, dass ich in einem Büro arbeiten würde. Aber sicher hatte er sich für mich etwas anderes vorgestellt.

Zeichnen würde ich auf jeden Fall. Und auf jeden Fall versuchen, in den Westen zu kommen.

Das hatte ich Ruth gesagt, als wir später allein in der Küche waren und abwuschen. Sie hatte nicht geantwortet, mir aber einen skeptischen Blick zugeworfen und das Geschirr viel zu heftig auf die Ablage gestellt.

Während ich einen Teller trockenrieb, erklärte ich ihr, dass ich es hier nicht mehr aushielte. Ich käme mir gelähmt(3) vor, jede Bewegung koste unendlich viel Mühe.

„Das wäre drüben auch nicht anders", entgegnete Ruth. „Frei kann man nur innerlich sein, das ist eine Einstellung(4). Entweder du hast sie, oder sie fehlt dir überall."

Ich griff nach dem gespülten Geschirr.

„Damals, als du aus Ungarn wiederkamst, hattest du eine andere Meinung", erinnerte ich sie.

„Da wolltest du hier, in diesem Land auf keinem Fall sterben müssen."

Ruth ließ das Wasser aus dem Becken.

„Wenn du in den Westen gehst, egal auf welchem Wege, wird Vater Ärger bekommen, vielleicht verliert er sogar seine

Arbeit."

Sie wischte das Becken trocken.

„Ich verstehe ja, dass du auch studieren willst", fügte sie hinzu. „Aber wirst du damit leben können, dass du dann denen

schadest, die dir viel bedeuten?"

„Du hast Angst, du wirst von der Uni rausgeworfen, wenn ich in den Westen gehe", sagte ich leise.

Ruth schaute auf.

„Ich denke mehr an Vater als an mich."

„Vielleicht will er ja selber rüber."

„Was soll das? In seinem Alter?"

„Wir können es alle zusammen versuchen."

Sie schüttelte den Kopf.

Wir würden es nicht zusammen versuchen, das war klar. Ruth machte nicht mehr mit. Aber ich musste von hier fortgehen, je eher, desto besser. Dass ich daran überhaupt nicht zweifelte, machte es einfacher für mich. Und dennoch schwierig wegen Vater und Ruth. Wenn ich woanders meine Zukunft finden wollte, zerstörte ich wahrscheinlich ihre hier.

1. Richtig oder falsch ? Begründen Sie Ihre Antwort mit einem Zitat aus dem Text. 10p (1p. uniquement si les 2

éléments sont corrects).

a. Die Erzählerin ist unglücklich, weil sie ganz allein zu Hause bleiben muss => Falsch

« Ich genoss es, allein zu sein »

b. Wegen des vielen Lärms kann sie sich nicht konzentrieren. => Richtig

« Ich konnte ungestört nachdenken. »

c. Sie braucht jetzt nicht mehr in die Schule zu gehen. => Richtig

« Über die Schulzeit, die ich vor einigen Wochen abgeschlossen hatte. »

d. In einigen Tagen wird sie anfangen zu arbeiten. => Richtig

« in der kommenden Woche fing ich dort im Büro an. »

e. Ihr Vater ist enttäuscht, weil keine Künstlerin sein wird. => Falsch

« Vater schien erleichtert. Er hatte befürchtet, ich würde „mein Hobby", wie er es nannte, zum Beruf machen »

f. Ruth ist begeistert von Judiths Plan, in den Westen zu gehen. => Falsch

« Sie hatte nicht geantwortet, mir aber einen skeptischen Blick zugeworfen »

g. Ruth meint, drüben im Westen sei alles besser. => Falsch

« Das wäre drüben auch nicht anders »

h. Ruth hatte noch nie daran gedacht, die DDR zu verlassen. => Falsch

« Damals [...] hattest du eine andere Meinung »

i. Nach dem Gespräch mit Ruth hat die Erzählerin ihre Meinung nicht geändert => Richtig

« Wir würden es nicht zusammen versuchen, das war klar »

j. Judith denkt überhaupt nicht an die Folgen für die Familie. => Falsch

« Ich denke mehr an Vater als an mich »

2.Wer könnte das gesagt haben? (die Erzählerin, der Vater, oder Ruth?) Füllen Sie die Tabelle aus.

a. „Wir fahren jetzt. Ich komme morgen zurück." => die Erzählerin

b. „Bist du jetzt zufrieden mit mir?" => Ruth

c. „Denk doch auch an uns!" => der Vater

d. „Dafür ist Vater doch zu alt." => Ruth

e. "Schon wieder beim Zeichnen! Das bringt doch nichts!" => die Erzählerin

f. „Endlich kann ich ein neues Leben anfangen!" => Ruth

g. „Ich halte es hier nicht mehr aus!" => die Erzählerin

h. „Na! Also doch eine richtige Arbeit!" => der Vater

I. « Wie kann man nur so egoistisch sein ? » => Ruth

j. "Keine Sorge! Ich verlange kein Geld von dir!" => die Erzählerin

3. Was passt zusammen? Füllen sie folgende Tabelle aus:

1. seit Ruth an der Uni studiert A. von zu Hause fortzugehen

2. Judith ist fest entschlossen B. ihre Schwester zu begleiten

3. obwohl sie eine Arbeit hat C. um ein neues Leben anzufangen

4. Judith erinnert Ruth daran D. wohnt sie nicht mehr zu Hause

5. Ruth ist nicht bereit E. will sie das Zeichnen nicht aufgeben

6. der Vater ist zu alt F. dass sie in den Westen gehen muss

7. Judith zweifelt nicht daran G. verliert Ruth vielleicht ihren Studienplatz

8. wenn Judith in den Westen geht H. dass sie einmal eine andere Meinung hatte

Mes réponses: 1a/2c/3g/4b/5e/6a/7f/8h/

4. Ordnen Sie die Szenen chronologisch. Füllen Sie die Tabelle aus.

A. Das hatte ich Ruth in der Küche gesagt.

B. Ich hatte mitgeteilt, dass ich einen Arbeitsvertrag unterschrieben hatte.

C. Ich saß im Wohnzimmer auf dem Boden.

D. Wir würden es nicht zusammen versuchen.

Mes réponses: C/B/A/D

5. Unterstreichen Sie den Titel, der am besten zutrifft.

- ein fester Entschluss

- Berufsentscheidung

- Schwesternstreit

- Familientreffen

=> Ma réponse: « ein fester Entschluss »

En vous remerciant d'avance, j'ai essayé de m'appliquer au mieux pour cet exercice.

Marabou ! :D

Posté(e)

Bonjour, pouvez-vous me dire si mes réponses sont correctes pour cette compréhension de texte: :rolleyes:

Die Geschichte spielt in Ostberlin vor der Wende (1989), als die Stadt noch durch eine Mauer getrennt war. Damals war es noch sehr

schwierig und gefährlich, in den Westen zu gehen. Judith, die Erzählerin, möchte die DDR verlassen und im Westen bleiben.

Der Regen ließ allmählich nach.

Ich saß im Wohnzimmer auf dem Boden, vor der geöffneten Terrassentür, im kühlen Luftzug der Nacht. Im Haus brannte kein Licht, alles war dunkel und still. Ich genoss es, allein zu sein. Vater fuhr Ruth nach Thüringen zurück. Heute würde er nicht mehr heimkehren. Ich konnte ungestört nachdenken. Über die Schulzeit, die ich vor einigen Wochen abgeschlossen hatte. Und was es bedeutete, dass ich nun endlich volljährig(1) war. Jetzt musste etwas völlig Neues beginnen, hoffte ich.

Es roch nach Herbst, nach verfaultem Laub und Obst.

Heute Morgen hatte ich Vater und Ruth mitgeteilt, einen Arbeitsvertrag unterschrieben zu haben. Ich war jetzt Hilfskraft in

einem Verlag(2), in der kommenden Woche fing ich dort im Büro an.

Vater schien erleichtert. Er hatte befürchtet, ich würde „mein Hobby", wie er es nannte, zum Beruf machen. Dass ich zeichnete, hielt er für bloßen Zeitvertreib.

Immer, wenn wir über dieses schwierige Thema sprachen, erklärte ich, dass er sich keine Sorge zu machen brauche, denn ich würde ihm niemals auf der Tasche liegen.

„Darum geht es ja gar nicht", antwortete er dann. "Aber du wirst von deiner Kunst nie leben können, das ist brotlos. Ich

möchte ja nur, dass du etwas Vernünftiges lernst."

Vater war erleichtert, dass ich in einem Büro arbeiten würde. Aber sicher hatte er sich für mich etwas anderes vorgestellt.

Zeichnen würde ich auf jeden Fall. Und auf jeden Fall versuchen, in den Westen zu kommen.

Das hatte ich Ruth gesagt, als wir später allein in der Küche waren und abwuschen. Sie hatte nicht geantwortet, mir aber einen skeptischen Blick zugeworfen und das Geschirr viel zu heftig auf die Ablage gestellt.

Während ich einen Teller trockenrieb, erklärte ich ihr, dass ich es hier nicht mehr aushielte. Ich käme mir gelähmt(3) vor, jede Bewegung koste unendlich viel Mühe.

„Das wäre drüben auch nicht anders", entgegnete Ruth. „Frei kann man nur innerlich sein, das ist eine Einstellung(4). Entweder du hast sie, oder sie fehlt dir überall."

Ich griff nach dem gespülten Geschirr.

„Damals, als du aus Ungarn wiederkamst, hattest du eine andere Meinung", erinnerte ich sie.

„Da wolltest du hier, in diesem Land auf keinem Fall sterben müssen."

Ruth ließ das Wasser aus dem Becken.

„Wenn du in den Westen gehst, egal auf welchem Wege, wird Vater Ärger bekommen, vielleicht verliert er sogar seine

Arbeit."

Sie wischte das Becken trocken.

„Ich verstehe ja, dass du auch studieren willst", fügte sie hinzu. „Aber wirst du damit leben können, dass du dann denen

schadest, die dir viel bedeuten?"

„Du hast Angst, du wirst von der Uni rausgeworfen, wenn ich in den Westen gehe", sagte ich leise.

Ruth schaute auf.

„Ich denke mehr an Vater als an mich."

„Vielleicht will er ja selber rüber."

„Was soll das? In seinem Alter?"

„Wir können es alle zusammen versuchen."

Sie schüttelte den Kopf.

Wir würden es nicht zusammen versuchen, das war klar. Ruth machte nicht mehr mit. Aber ich musste von hier fortgehen, je eher, desto besser. Dass ich daran überhaupt nicht zweifelte, machte es einfacher für mich. Und dennoch schwierig wegen Vater und Ruth. Wenn ich woanders meine Zukunft finden wollte, zerstörte ich wahrscheinlich ihre hier.

1. Richtig oder falsch ? Begründen Sie Ihre Antwort mit einem Zitat aus dem Text. 10p (1p. uniquement si les 2

éléments sont corrects).

a. Die Erzählerin ist unglücklich, weil sie ganz allein zu Hause bleiben muss => Falsch

« Ich genoss es, allein zu sein »

b. Wegen des vielen Lärms kann sie sich nicht konzentrieren. => Falsch

"Ich konnte ungestört nachdenken." + "Es war dunkel und still"

c. Sie braucht jetzt nicht mehr in die Schule zu gehen. => Richtig

« Über die Schulzeit, die ich vor einigen Wochen abgeschlossen hatte. »

d. In einigen Tagen wird sie anfangen zu arbeiten. => Richtig

« in der kommenden Woche fing ich dort im Büro an. »

e. Ihr Vater ist enttäuscht, weil sie ;) keine Künstlerin sein wird. => Falsch

« Vater schien erleichtert. Er hatte befürchtet, ich würde „mein Hobby", wie er es nannte, zum Beruf machen »

f. Ruth ist begeistert von Judiths Plan, in den Westen zu gehen. => Falsch

« Sie hatte nicht geantwortet, mir aber einen skeptischen Blick zugeworfen »

g. Ruth meint, drüben im Westen sei alles besser. => Falsch

« Das wäre drüben auch nicht anders »

h. Ruth hatte noch nie daran gedacht, die DDR zu verlassen. => Falsch

« Damals [...] hattest du eine andere Meinung »

i. Nach dem Gespräch mit Ruth hat die Erzählerin ihre Meinung nicht geändert => Richtig

« Wir würden es nicht zusammen versuchen, das war klar »

j. Judith denkt überhaupt nicht an die Folgen für die Familie. => Falsch

« Ich denke mehr an Vater als an mich » (das war Ruth)...--> "Wenn ich woanders meine Zukunft finden wollte, zerstörte ich wahrscheinlich ihre hier."

2.Wer könnte das gesagt haben? (die Erzählerin, der Vater, oder Ruth?) Füllen Sie die Tabelle aus.

a. „Wir fahren jetzt. Ich komme morgen zurück." => die Erzählerin der Vater und Ruth

b. „Bist du jetzt zufrieden mit mir?" => Ruth die Erzählerin

c. „Denk doch auch an uns!" => der Vater Ruth

d. „Dafür ist Vater doch zu alt." => Ruth

e. "Schon wieder beim Zeichnen! Das bringt doch nichts!" => die Erzählerin der Vater

f. „Endlich kann ich ein neues Leben anfangen!" => Ruth

g. „Ich halte es hier nicht mehr aus!" => die Erzählerin

h. „Na! Also doch eine richtige Arbeit!" => der Vater

I. « Wie kann man nur so egoistisch sein ? » => Ruth

j. "Keine Sorge! Ich verlange kein Geld von dir!" => die Erzählerin

3. Was passt zusammen? Füllen sie folgende Tabelle aus:

1. seit Ruth an der Uni studiert A. von zu Hause fortzugehen

2. Judith ist fest entschlossen B. ihre Schwester zu begleiten

3. obwohl sie eine Arbeit hat C. um ein neues Leben anzufangen

4. Judith erinnert Ruth daran D. wohnt sie nicht mehr zu Hause

5. Ruth ist nicht bereit E. will sie das Zeichnen nicht aufgeben

6. der Vater ist zu alt F. dass sie in den Westen gehen muss

7. Judith zweifelt nicht daran G. verliert Ruth vielleicht ihren Studienplatz

8. wenn Judith in den Westen geht H. dass sie einmal eine andere Meinung hatte

Mes réponses: 1a/2c/3g/4b/5e/6a/7f/8h/

1d/2b/3e/4h/5a/6c/7f/8g

4. Ordnen Sie die Szenen chronologisch. Füllen Sie die Tabelle aus.

A. Das hatte ich Ruth in der Küche gesagt.

B. Ich hatte mitgeteilt, dass ich einen Arbeitsvertrag unterschrieben hatte.

C. Ich saß im Wohnzimmer auf dem Boden.

D. Wir würden es nicht zusammen versuchen.

Mes réponses: C/B/A/D

5. Unterstreichen Sie den Titel, der am besten zutrifft.

- ein fester Entschluss

- Berufsentscheidung

- Schwesternstreit

- Familientreffen

=> Ma réponse: « ein fester Entschluss »

En vous remerciant d'avance, j'ai essayé de m'appliquer au mieux pour cet exercice.

Marabou ! :D

Posté(e)

Merci de vos réponses, je pense avoir compris la majorité de mes erreurs, cependant, ne serait-ce pas plutôt pour le 3. => 2a et 5b ?

Merci de me dire ce que vous en pensez !

Marabou ! :D

Posté(e)

Merci de vos réponses, je pense avoir compris la majorité de mes erreurs, cependant, ne serait-ce pas plutôt pour le 3. => 2a et 5b ?

Merci de me dire ce que vous en pensez !

Marabou ! :D

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