Nappa Posté(e) le 27 octobre 2009 Signaler Posté(e) le 27 octobre 2009 Voila le texte que j'ai à étudié. Il suffit de répondre aux questions. Cela me serait de la plus grande aide si quelqu'un pouvait le faire ! Je sais que c'est beaucoup de travail désolé (Ligne 1 a 21) Im pariser Gewerkschaftshaus, in der rue Grange-aux-Belles, lärmt der große, braungraue Versammlungssaal. Kinder, überall Kinder. In einer Ecke stehen Pakete, Kisten, Rucksäcke: Nahrungsmittel, Stoffe, kleine Käfige mit Meerschweinchen und Kaninchen – das wird jetzt auf die Bahn geschafft. Frauen sitzen auf den Bänken, Arbeiterfrauen. Man sieht viele verheulte Gesichter. Hier wird Abschied genommen: ein Transport deutscher Kinder, die sechs Monate zu Besuch bei den französischen Genossen waren, nimmt Abschied. (...) In aufopfernder Arbeit verteilten die französischen Genossen – insbesondere der Genosse Detilleuil – die Kinder auf viele französische Städte. (Ligne 22 a 41) Sie sprechen alle französisch, manche noch stockend, nicht ganz richtig; alle verstehen es. (...) Die Kinder sehen ausgezeichnet [86] aus: blühend, gesund, gepflegt, aufgepäppelt. Ein kleines Mädchen, das artig neben ihrer französischen Pflegemutter sitzt, hat sechzehn Pfund zugenommen: sie ist jetzt nur normal – wie traurig muß sie früher ausgesehen haben! Sie stammt, wie das Pappschildchen auf ihrem kleinen Bauch sagt, aus Berlin. »Freust du dich, wieder zurück nach Hause zu kommen?« Ich hätte das nicht fragen dürfen. Nein, sie freut sich gar nicht. Die Frau sagt: »Sie hat keine Mutter mehr.« Aber einen Vater? Ja, einen Vater . . . »Mais il n'est pas très doux!« Und sie will wiederkommen, wissen Sie, sie wird wiederkommen . . . Die Kleine sieht die Frau an. (...) Da tritt ein Redner auf die kleine Tribüne und spricht: zu den Kindern deutsch, zu den Eltern französisch. »Habt ihr euch wohl gefühlt?« Und alle Kinder im Chor: »Oui!« – »Dann vergeßt das nicht«, sagt der Redner, »und seid dankbar für die Gastfreundschaft und bewahrt an diese Monate ein gutes Andenken. Und wenn euch später einmal eure Offiziere aufrufen und euch befehlen wollen, auf die französischen Freunde zu schießen, dann tut das nicht und antwortet ihnen: ›Macht euch eueren Krieg alleine –!‹« Und dasselbe zu den Eltern in ihrer Sprache. Und Detilleuil spricht zu ihnen im gleichen Sinn. Und dann fahren sie fort, nach Deutschland, und es ist ein schwerer Abschied. (...) (Ligne 42 a la fin) Hier ist der Beginn eines wahren Friedenswerkes. Hier ist internationale Solidarität der arbeitenden Klassen zur Wirklichkeit geworden, nicht zum erstenmal, aber in stärkstem Ausmaß. Wenn nicht alles täuscht, so werden diese Kinder schlechte Soldaten werden. Denn was ihnen Bücher und Vorträge nur anzudeuten vermögen, das haben sie nun mit eigenen Augen gesehen: Daß drüben hinter den Schützengräben keine ›Feinde‹ wohnen, sondern Eltern, sondern Väter, Mütter, Kameraden. Daß man diese Eltern auf beiden Seiten betrogen und belegen hat, wenn man ihnen sagte, auf der andern Seite stehe der Gegner. Er steht ganz, ganz woanders. Aus: Kurt Tucholsky, Deutsche Kinder in Paris Kurt Tucholsky, Gesammelte Werke Questions : Spurensuche 1) Zeile 1 bis Zeile 21 Der text berichtet über einen Besuch deutscher Kinder im Jahre 1925. Was erfährt der Leser darüber ? (Von wem organisiert ? Bei wem haben die Kinder gewohnt ? Wie lange ? Wo sind sie jetzt ? Warum ?) 2) Zeile 22 bis Zeile 41 Welche neuen Informationen bekommen wir über die Kinder (Aussehen, Herkunft, Gefühle) ? 3) Zeile 42 bis zum Ende Was sollten die Kinder Verstehen ? Auf wen bezieht sich das Pronomen Er (Z. 50) ? Textinterpretation 1) Aus welchen Gründen und zu welchen Zweck war diese Organisation woh entstanden ? 2) Finden Sie dass das Foto den Text gut illustriert ? Warum ? (La photo correspond a deux enfants en train de jouer avec des soldats de plomb sur le bord d'une route.) 3) Schreibt Tucholsky in einem neutralen Ton oder ergreift er Partei ? Begründen Sie ihre Antwort ?
Messages recommandés
Archivé
Ce sujet est désormais archivé et ne peut plus recevoir de nouvelles réponses.